CGM

Müll- Projekt #GreenDiabetics

Hallo zusammen!

Wer mir auf Instagram folgt, hat mitbekommen, dass ich im Januar beschlossen hatte, einen kompletten Monat lang meinen gesamten DiabetesMüll zu sammeln und am Ende auszuwerten.

Heute ist der 31. Januar und damit war es Zeit, den Pappkarton auszukippen und alles durchzusortieren, zu ordnen, zu wiegen und schlussendlich zu entsorgen.

Die Idee stammt nicht ursprünglich von mir, hier findet ihr die Beiträge von Lisa, Saskia, Lea und Kathy.  

Zudem findet ihr auf Instagram Fotos von @zucker_julchen@angelinamontieri und @diasteffie

So, jetzt zu meinen Ergebnissen:

Das ganze Ausmaß des einen Monats….

Ich muss sagen, ich bin wirklich erschrocken, dass es so viel geworden ist! Ich war sehr streng beim sammeln, habe wirklich immer versucht, direkt alles in die Kiste zu werfen und nichts zu vergessen. Natürlich sind da auch Dinge bei, die nicht regulär jeden Monat anfallen (Libreverpackung nur, weil es Terminprobleme mit meinem Eversense gab, der Pumpenclip hält zum Glück ja auch länger als 4 Wochen….)

Folgende Dinge sind das bei mir gewesen:
– Katheterverpackung Medtronic Mio
– Reservoireverpackung Medtronic Veo
– Katheter
– Schläuche und Reservoire
– Aufziehstutzen und Nadel Reservoire
– Insulinampullen + Verpackungen
– Pennadeln + Verpackungen
– Batterien
– Teststreifen + Verpackungen
– Libresensorverpackungen
– Befestigungsmaterial Katheter
– EversenseSensor Klebepflaster und Pflasterfolien/ – papiere
– Versandmaterial
– Bedienungsanleitungen
– Verpackungen von Hypo- Snacks
– 1 gebrochener Pumpenclip

Eine lange Liste und ein großer Berg. Gewogen habe ich das ganze auch:

Gesamtgewicht: 1100g, bedeutet: 1,1 Kg! 
Das ganze unterteilt sich in 700g Müll, der im Restmüll oder Gelben Sack landet und damit einfach verbrannt wird bzw als Microplastik in der Umwelt landet.

400g Müll sind wirklich recyclebar, also Papiermüll oder Glas (Saftflasche). Bei der Mülltrennung ist hier zu beachten, dass viele „Papiere“ (also zb. der Verschluss unten am Katheter) beschichtet sind und somit nicht in das Altpapier dürfen, sondern über den gelben Sack entsorgt werden müssen. Die Batterie geht natürlich zur Sammelstelle. 

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Ich habe das ganze aber auch nicht nur aus der Müllperspektive betrachtet. Das ganze gibt mir auch einen guten Überblick, was ich in einem Monat alles verbrauche… oder eben auch nicht.

Deutlich (!!!) zu wenig Pennadeln

Das meine Pumpe nur einen Batteriewechsel benötigt hat, ist prima. Das ist aber nur eine 6er- Lanzette für meine Stechhilfe gefunden habe (und diese war vllt auch schon seit Oktober im Gebrauch…?) ist alles andere als super. Auch die Anzahl der Pennadeln war viel zu gering, hier muss ich mir wirklich wieder den allabendlichen Wechsel angewöhnen.

Viele Katheter – und eine einsame Lanzette

Was ich schon befürchtet hatte, war die Anzahl an Kathetern. Ich habe letzten Monat versucht, diese an den Oberschenkeln zu tragen, leider mit vernichtendem Ergebnis. Nach spätestens 24 Stunden waren alle Stellen entzündet oder taten so unglaublich weh, dass ich wieder wechseln musste. Viel Müll, viele Nadelstiche. Also gehts jetzt wieder zurück zum Bauch, zum Rücken und zur Hüfte.

Was ich als Veränderung auch noch angegangen bin: Die Teststreifen. Es war bloße Faulheit, dass ich weiterhin die Precision von Abbott benutzt habe, auch wenn ich mein Libre ja gar nicht mehr nutze. Ich werden, sobald der Vorrat aufgebraucht ist, auf andere Teststreifen umsteigen, diese sind dann nicht alle einzeln verpackt.

 Vieles von diesem Müll lässt sich schlicht und ergreifend nicht vermeiden. Aber alleine, dass man sich die Menge plastisch vor Augen führt, lässt einen kleine Änderungsmöglichkeiten bemerken. Ich werde nicht durchgehend weiter meinen Müll sammeln, aber vielleicht kann ich den Januar eines jeden Jahres dazu benutzen, auf diesem Wege meine Therapie zu analysieren und zu überlegen, was ich verändern könnte. Besser kleine Schritte, als Stillstand!

Wenn ihr das auch mal testen mögt: Gerne! Wenn ihr es online teilen möchtet: Benutzt den Hashtag #greendiabetics

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