CGM

Libre vs Eversense

Ich bin auf Instagram mehrmals gebeten worden, die Unterschiede des Libres zum Eversense genauer darzulegen. Klar, wenn es etwas neues gibt, ist natürlich eine der wichtigsten Fragen: Was ist denn nun besser oder anders an dem neuen System?

Mir selbst fällt eine objektive Einschätzung wirklich nicht einfach. Ich MAG das Eversense. Ich mag, dass es unter der Haut sitzt und ich mir absolut keine Gedanken machen muss, irgendwo hängen zu bleiben oder es rauszureißen. Dafür nehme ich einen klitzekleinen chirurgischen Eingriff mit einer Narbe alle 90 Tage gerne in Kauf (Ich bekomme übrigens auch Narben vom Libre, deshalb sehe ich das vllt auch so entspannt). Die Idee, den Sensor unter die Hut zu setzen finde ich perfekt. Ich weiß aber auch, dass eben sehr viele genau diesen Punkt kritisch sehen. Jeder muss sein System selbst wählen (und dann hoffen, dass die Kasse diesen Wunsch zu mehr Lebensqualität und Sicherheit bezahlt-.-).

Da ich das Libre 2 Jahre getragen habe, hier meine PERSÖNLICHEN Erfahrungen und Meinungen kurz zusammengefasst:

Insgesamt kann man die Liste schon so lesen, dass der Libre dem Eversense überlegen ist. Allerdings ist ein Vergleich hier immer etwas schwammig, der Libre ist ein FGM (Flash- Glucose- Monitoring), der Eversense ein CGM Kontinuierliches- Glukose- Monitoring). Heißt: Der Eversense warnt, wenn die Werte steigen oder fallen. Er weckt mich nachts, vibriert während der Arbeit oder bei einer Autofahrt. Und das ist die Funktion, die der Libre einfach nicht hat. Wer auf diese Warnungen nicht unbedingt angewiesen ist, kann mit dem Libre auch super exakte Ergebnisse bekommen. Bei beiden Systemen ist immer die korrekte Handhabung das wichtigste, um genaue Werte zu bekommen.

Ein Kommentar

  • Unknown

    Seit 3 Tagen habe ich nun mein Eversense CGM.
    Vorher hatte ich über 1 Jahr den Sensor von FreeStyle Libre.

    Gleich vorweg ein paar generelle Bemerkungen.
    Beim Eversense System kann ich;
    NACHTRÄGLICH meine Insulinmengen eingeben,
    NACHTRÄGLICH meine Mahlzeiten und BE eintragen,
    NACHTRÄGLICH meine Kompensationen eintragen,
    doch vor allen Dingen kann ich das System kalibrieren.
    Dies kann mit jedem zugelassenen Messgerät durchgeführt werden!!!
    Der letzte Punkt ist besonders wichtig, da meine vorherigen Sensoren teilweise eine Abweichung von bis zu 60 mg/dl hatten. …..und…..:
    Der Hersteller hat verlangt, ausschließlich mit seinen eigenen Messstreifen drei Gegenprüfungen zu machen, bevor er überhaupt über einen Ersatz nachgedacht hat. Der Gipfel war eine Reklamation von mir als ein Sensor direkt nach dem Einsetzen nicht funktionierte und von mir dennoch verlangt wurde drei Messungen mit Messstreifen durchzuführen, bevor ein Ersatz erfolgen kann.
    Der ganze Frust und Ärger über diesen Hersteller ist zum Glück Vergangenheit!
    Ich bin schon nach 3 Tagen begeistert von der Genauigkeit des Sensors.
    4 Std. nach der letzten Kalibrierung ist die max. Abweichung nur 2 mg/dl. zu meiner Blutmessung.
    Die Häufigkeit von minnimalen Schnitten und Narben (die eh kein Mensch sehen kann, wenn er es nicht weiß) wird da zur absoluten Nebensache, wenn mein mittlerer Blutzuckerwert durch diese tolle Methode besser wird.
    Da ich bereits eine Meldung bekomme wenn ich meinen Zielbereich verlasse, werde ich sicher meinen mittleren Blutzuckerwert weiter verbessern, einmal ganz davon abgesehenGefällt mir · Antwort · 28. Oktober 2017 14:45
    , dass die Meldebereiche für Unter- bzw Überzuckerung variabel sind, machen sie auch noch durch eine deutliche Vibration am Arm auf sich aufmerksam.
    Wenn ich bei meinem bisherigen Sensor vergessen habe zu messen, bin ich zielsicher in eine Unter- oder Überzuckerung geraten und habe es erst bemerkt, wenn mir unwohl wurde. Das ist aber normalerweise viel zu spät.
    Ich werde hier über meine weiteren Erfahrungen berichten.

    So, die ersten 8 Tage sind rum. Um so genau zu sein wie mein Sensor, es sind die ersten 10 Tage seit dem Einsetzen.
    Ich bin sowas von begeistert, dass ich es nur schwer in Worte fassen kann.
    Die Genauigkeit liegt auch nach 12 Std. maximal bei +/- 2 mg/dl zu meinem Contour next. Die App verfügt über eine variable Vorwarnzeit, bei der ich die Zeit wählen kann, wie lange vorher mich mein Sensor warnt, wenn ich in die eine oder andere Richtung um meinen Zielbereich abwandere.
    in den letzten 8 Tagen habe ich dadurch meine Warngrenzen 180 und 60 nur 2x über- bzw. unterschritten, weil ich rechtzeitig gegensteuern konnte.
    Ich werde mich das nächste mal nach 90 Tagen (wenn der nächste Sensor gesetzt wurde) melden.

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