CGM

Eversense Sensor- Das Einsetzen des Sensors

Hallo zusammen!

Viele auf Instagram waren sehr gespannt auf meinen Bericht zum implantierten CGM- Sensor von Eversense.
Ich wollte nun nach den ersten 24 Stunden mal berichten wie es bislang läuft und vor allem, wie das Einsetzen des Sensors gelaufen ist.

Gestern war es dann also endlich so weit. Ich sollte gegen Mittag mit 3 weiteren Patienten in der Praxis sein und es war ziemlich viel los. „Normale“ Patienten hatte man an diesem speziellen Tag scheinbar auf andere Termine vertröstet, denn schließlich ist das ganze Verfahren auch für den Arzt und die ganzen Angestellten der Praxis neu.

Neben den Mitarbeitern und uns vier Patienten waren noch 4 Mitarbeiter von Roche vor Ort, um zb dem Arzt die Einweisung in die Implantation zu geben, die Technik mit uns gemeinsam startklar zu machen und die Patientenschulung durchzuführen.

Gestartet sind wir klassisch mit Blutdruck und Hba1c messen (komisch, ich hab nichtmal nach dem Wert gefragt, gestern war das einfach so wenig spannend im Vergleich zu allem anderen :D).
Danach ging es direkt in die vollen, indem nämlich jeder seinen Transmitter erhalten hat und ihn mit dem eigenen Smartphone koppeln sollte. Hierbei gab es zu Anfangs einige Schwierigkeiten. Ich zum Beispiel besitze ein Handy, welches ein Chinaimport ist. Auf der EversenseHomepage werden nur sehr wenige Handys als kompatibel gelistet und natürlich war meins nicht darunter. Ich hatte die App jedoch schon runtergeladen und sie zum Tagebuchführen genutzt. Aus diesem Grund hatte ich mir da nicht weiter Gedanken zu gemacht. Tja, leider klappte das mit der Verbindung nicht. Ein Glück, dass ich damals bei der Studie einen Ipod nutzen musste, den ich im Anschluss behalten durfte. Dieser ließ sich problemlos mit dem Transmitter koppeln. Puh… ich war schon kurz in Panik.

Mein Transmitter und die Materialien, die der Arzt für den Eingriff benötigt.  

Aber auch bei den anderen Patienten lief es nicht so ganz rund, vor allem weil es Probleme mit dem Internet gab oder auch einfach nicht jeder so total fit im Umgang mit seiner Technik war.

Ich hatte mich bereit erklärt, die erste zu sein, die im OP verschwindet. Wobei OP ja falsch ist, stattgefunden hat das ganze im Fußraum (also dort, wo sonst Patienten mit Fußwunden etc behandelt werden).
Ich durfte mir den Arm und die Stelle wo der Sensor hin sollte selbst aussuchen, wobei es natürlich auf den Oberarm beschränkt ist und man eine Stelle wählen sollte, an die man selbst gut drankommt. Diese Stelle wurde markiert, ebenso die Linie, wo anschließend der Hautschnitt gesetzt wird.
Hinlegen und schon ging es los mit desinfizieren und den Betäubungsspritzen.

Kleine Anekdote: Sagt der Arzt doch tatsächlich „Keine Angst, das ist wie beim Zahnarzt, oder wenn man Rückenschmerzen hat.“ Ich hab darauf relativ stumpf geantwortet, dass ich beim Zahnarzt zum Glück noch nie eine Spritze bekommen habe, ich grundsätzlich aber mit Spritzen vertraut wäre 😀

Aber ernsthaft: Die Betäubung tat kaum weh. Ich glaube es waren 2 oder 3 Einstiche und manchmal tut mein Pen mir am Bauch mehr weh als das gestern.
Während das Lidocain dann ein paar Minuten zum Wirken benötigt, hat der Arzt mit seinen Mitarbeiterinnen alles weitere vorbereitet. Anleitung kam dabei von einer der Roche-Mitarbeiterin, die das Ganze wohl schon ziemlich oft gemacht hat.

Der nächste Schritt an mir war dann, die Betäubung zu testen. Dazu hat der Arzt mit irgendwas spitzen auf meiner Haut rumgepiekt, ich konnte davon aber nur den Druck auf dem Gewebe spüren, mehr nicht. Anschließend wurde alles steril mit einem Lochtuch abgedeckt und mit dem Skalpell der Schnitt gesetzt.

Hierbei muss ich sagen hatte ich wohl ein bisschen Pech. Scheinbar hat die Betäubung noch nicht ganz so perfekt gewirkt, auf jeden Fall konnte ich den Schnitt spüren und es tat auch weh. Nicht sehr schlimm, nicht schlimmer als die Spritzen vorher aber ein wenig gruslig war es schon. Okay aber schließlich war mein erklärtes Ziel, diesen Sensor zu haben und deshalb konnte ich trotzdem ruhig bleiben.
Das ganze war auch schnell vorbei und ist, wenn die Betäubung richtig wirkt, auch absolut unspektakulär.
Ein wenig unangenehm war der nächste Schritt: Es muss eine kleine Hauttasche für den Sensor gemacht werden, heißt: die Haut muss sich vom darunter liegenden Gewebe lösen.
Mit einem Instrument wird dabei in dem Einschnitt ein wenig „herumgeprokelt“. Da alles Betäubt ist, spürt man auch hier keinen Schmerz, aber man spürt eben schon alle Bewegungen. Da auch alles taub ist, hatte ich eher den Eindruck, dass sich jede Bewegung 100mal größer anfühlt, als sie tatsächlich ist. In Wirklichkeit sind es aber nur wenige Millimeter und Schmerzen hatte ich an diesem Punkt gar keine. Ich würde es als ein wenig unangenehm bezeichnen, aber mehr auch nicht.

Das schlimmste hat man an dieser Stelle schon überstanden, das Einsetzen des Sensors ist schnell gemacht. Der wird einfach nur an die vorbereitete Stelle geschoben und anschließend wird alles mit kleinen Pflasterstreifen verschlossen. Oben drüber kam noch ein größeres Pflaster und fertig.

Die Wunde mit den Pflasterstrips (Aufnahme vom nächsten Morgen). 
Der sterile Wundverband soll nur die ersten 48 Stunden getragen werden. 

Ich hatte nach der Prozedur keine Probleme mit dem Kreislauf oder ähnlichem und konnte direkt zurück zu meinen Mitstreitern welche in der Zwischenzeit die Schulung zum System bekommen hatten.

Diese wurde für mich in kompakterer Form wiederholt, da ich das System ja schon aus der Studie ziemlich gut kenne.

Zu den ersten 24 Stunden mit dem Sensor berichte ich euch direkt im nächsten Post, das wird onst doch alles zu lang hier 🙂

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