CGM

Veränderungen und Bye Bye Open Blog

Schönen Samstag euch allen!

Ich melde mich zurück, mit einem neuen Design (auch wenn es nur eins der Standart Designs ist, was Blogger mit vorgibt) und einer Verbindung zu meinem Instagram- Account.
Wenn alles gut läuft, solltet ihr beim Lesen jetzt rechts neben dem Post ein Fenster mit dem letzten Beitrag sehen, welchen ich auf Instagram hochgeladen habe. Um den Text dazu lesen zu können, braucht ihr keinen eigenen Account! Auf das Bild klicken reicht schon um alles lesen zu können.

Ich habe mir in den letzten Wochen einige Gedanken dazu gemacht, wie es mit diesem Blog weitergehen soll.
Für mich ist beim „normalen!“ bloggen einfach die Luft raus. Die Beiträge in der Dedoc bestehen (meinem Meinung nach!) zu 80% aus irgendwelchen immer gleichen Werbebeiträgen von irgendwelchen großartigen Veranstaltungen er Pharmafirmen. Gefühlt kriege ich regelmäßig (immer dann, wenn eine neue Veranstaltung stattfindet) 8 mal den selben oder zumindest sehr ähnlichen Post angezeigt.
Die wenigen Blogs, auf denen es sich tatsächlich noch um das Leben mit Diabetes dreht, um die großen und kleinen Probleme, die Schwierigkeiten, die Höhen und Tiefen, Ängste und Sorgen, großartigen Momente und Sternstunden, die gehen dazwischen unter, so zumindest mein Eindruck.
Zudem finde ich hat der Zusammenhalt gelitten. Beim letzten Typ1Day gab es nicht mal mehr eine öffentliche „WarmUp“ Party oder ein gemeinsames Bierchen am Ende.

Bei meinem persönlichen Nutzungsverhalten kommt zusätzlich dazu, dass ich merke, dass ich oft einfach keine Zeit mehr habe, lange Post zu schreiben oder auch zu lesen. Er passieren einfach nicht ständig aufregende, großartige Sachen, zu denen ich 17000 Zeichen tippen kann.
Aus diesem Grund vor allem bin ich seit letztem Jahr auf Instagram aktiv und wirklich beeindruckt, wie unglaublich aktiv die Community hier weltweit ist! Ich habe so viele Interessante Diskussionen mit Leuten überall in der Welt. Und vor allem: Ich habe endlich wieder Einblicke in das normale, das alltägliche Leben mit Diabetes! Jemand feiert seine neue Pumpe, bangt vor seinem aktuellen Langzeitwert, ein blutiger Katheter, ein angebranntes Abendessen und der schon abgegebene Bolus. Das sind die kleinen, ganz normalen Vorkommnisse, die jedem von uns früher oder später mal passieren. Hier zu sehen: „Ah, anderen geht es genauso!“ das ist es, was mich immer wieder motiviert und mir hilft, nicht den Kopf in den Sand zu stecken.

Was bedeutet es nun für meinen Blog hier: Die Seite wird weiterhin bestehen bleiben. Wer mir auf Instagram folgen mag, ist herzlich dazu eingeladen (@sandriabetes1). Wer kein Instagram hat, wird die Bilder und Beiträge auch hier lesen können. Ansonsten werden aber über diesen Blog auch in der nächsten Zeit keine größeren Beiträge erscheinen, außer ich habe mal wieder ein Thema, was mir so sehr unter den Nägel brennt, wie dieses hier heute.

Ich werde meinen Blog aus dem OpenBlog bei der Dedoc löschen lassen, denn für mich ist dies momentan ein wenig sinnvolles Gadget. Ich mag den persönlichen Austausch, ich mag die privaten, die kleinen Geschichten. Und für meinen Geschmack ist alles zu kommerziell geworden. Natürlich bin ich auch ein bisschen neidisch auf all die tollen Ausflüge zu den ganzen großen Veranstaltungen. Aber für mein privates Leben, für mein Leben mit Diabetes Typ 1, stehen andere Dinge im Vordergrund. Ich freue mich immer unglaublich, wenn ich angeschrieben werde von „neuen“ Diabetikern, die einfach ganz lebenspraktische kleine Fragen haben. Das ist es, was ich bewirken möchte, Hilfestellung geben wenn man einfach mal nicht weiter weiß.
Und aus diesem Grund fühlt es sich für mich nicht richtig an, weiterhin im OpenBlog zu sein. Lange genug habe ich es jetzt immer wieder überdacht, aber letztendlich finde ich keine andere Lösung.

Es war eine schöne Zeit bei euch, aber manchmal trennen sich Wege, ändern sich Blickweisen, verliert man das Ziel aus den Augen.

Über Feedback und eure Meinung freue ich mich, vermutlich werden es sehr viele wohl eh anders sehen 🙂

Ein Kommentar

  • Alice

    Ich kann dich nur zu gut verstehen, ich finde es so schade, dass bei DeDoc es eigentlich zwei Fraktionen gibt, einmal die Leute die mit dem Kirchheim Verlag arbeiten und viel Aufmerksamkeit bekommen, und die anderen die nicht mit dem Verlag zusammen arbeiten (Stichwort BloodSugarLounge). Klar gibt es die Ausnahmen, aber das sind gerade 2 von denen ich genau weiß. Der Rest geht wie du schon sagst komplett unter.

    Klar, irgendwo ist man schon neidisch nicht in irgendwelche großartigen europäischen Städte eingeladen zu werden und nicht die Chance zu haben Neuerungen vor anderen zu sehen und auszuprobieren. Aber mittlerweile sieht man, dass das seinen Preis hat, wie oft liest man kritische Stimmen zu den Blogs (Stichwort Pharma-abhängigkeit), wie oft merkt man, dass die Konzerne die Themen bestimmen. Siehe ATTD, da haben die Leute die Chance diesen Kongress zu besuchen und dann wird nur für Roche Werbung gemacht.

    Bedeutend fand ich letztes Jahr schon, dass der kleine normalo User nicht mal am DocDay teilnehmen konnte, der wurde nämlich auf dem Kongress abgehalten, und entweder war man Fachpersonal oder wurde von Pharmafirmen geladen. Das ist meiner Meinung nur ein Bruchteil der DEutschenDiabetesOnlineCommunity. Auch das angesprochene Ausbleiben der "Meetups" beim T1Day waren für mich der Grund den weiten Weg nach Berlin nicht anzutreten.

    Ich finde es sehr traurig, dass du dich dazu entscheidest aus dem OpenBlog auszusteigen, denn jemand wie du gibt der Platform noch etwas Abwechslung, die nach und nach verloren geht. Klar gehen irgendwann die Themen aus, irgendwo ist es doch Alltag über den geschrieben wird, aber trotzdem ist es wichtig, dass auch der gezeigt wird (und nicht nur die Glitzerseite der gesponserten Reisen).
    Es wäre schon wenn du es noch einmal überdenkst, und dein Blog uns erhalten bleibt 🙂

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