CGM

Jahresrückblick 2015

An Silvester ist es nicht schwierig, auf die Idee zu kommen, mal einen kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr zu werfen. Mal sehen, was (natürlich besonders auch Diabetes- technisch) so geschehen ist.

Januar

Das war ein schwieriger Monat. Ich hatte meine (nicht wirklich gute) Note für meine Abschlussarbeit an der Fachhochschule bekommen und bekam zunehmend Panik im Bezug auf Jobsuche. Keine Motivation fürs Bewerbungen- schreiben.
In Berlin fand der Typ1Day statt und ich war dabei! Wirklich eine tolle Erfahrung!

Februar

Na, da wurde es dann doch sehr turbulent. Von einem Tag auf den anderen hatte ich eine Vollzeitstelle als Sozialarbeiterin in einer Notunterkunft für Flüchtlinge und stellte fest, dass ich wohl so schlecht doch nicht bin in meinem Job 😉
Der HbA1c lag bei 7,4. Der ungewohnte Stress beim Arbeiten beschwerte mir jedoch so einige 400er Werte.

März

Hier bin ich aus meinem Wohnheim aus- und in mein altes Kinderzimmer eingezogen. Ab jetzt pendelte ich jeden Tag 90 Minuten zur Arbeit hin- und 90 Minuten zurück.
In Münster war Diabetes- Messe, aber tatsächlich hatte ich da einfach keine Zeit für.

April

Im April habe ich in meiner Diabetologischen Praxis einen kurzen Erfahrungsbericht über die DeDoc gehalten 🙂 Ungewohnt, aber irgendwie auch spannend. Besonders die Patienten, die wissen wollten, ob man „dafür“ zwingend einen Computer braucht 😀
Zudem feierten mein Diabetes und ich 20jähriges! Verdammt, ich werde so langsam richtig alt.

Mai

Am Anfang stand ein Kurzurlaub mit Freunden in Holland, dann mein Geburtstag und weiterhin sehr viel Arbeit.

Juni

Termin beim DiaDoc ergibt einen HbA1c von 7,3. Deutlich besser, als ich angesichts des Stresses und der unterschiedlichen Arbeitszeiten erwartet hätte.

Juli

Erneut ein Umzug. Diesmal zurück nach Münster, endlich nicht mehr pendeln. Der Plan war, mehr Zeit für Sport und bessere Blutzuckerwerte zu haben. Fail.
Aber auch 4 Tage zelten mit einer guten Freundin an der Nordsee. Endlich auch mal ein paar Tage Entspannung. Auch wenn wir das Zelt am Ende im strömenden Regen abbauen mussten.

August


Im August habe ich ganz viel Zeit (naja zumindest viel Zeit von der wenigen Freizeit) mit Freunden verbracht. Kino, DVD- Abende und Stand- up Surfen auf dem Kanal standen an. Aber auch ein Vorstellungsgespräch, zu dem ich eigentlich nur gegangen bin, um die Erfahrung mal mitgemacht zu haben. Am Tag danach kam die Zusage, und wieder sollte sich alles ändern.

September


Anfang September habe ich das Libre endlich bekommen.
Zwei Wochen später hatte ich ein Kamerateam von Arte in meiner Wohnung und durfte Filmluft schnuppern 😉 Ich wurde als Libre- Nutzerin gefilmt und interviewed, allerdings befürchte ich, dass ich mich als völliger Datenschutztrottel dargestellt habe. Falls der Beitrag nicht zu peinlich ist, verlinke ich ihn vielleicht hier…
Der HbA1c lag allerdings leider bei 7,9. Da rächte sich der Schichtdienst dann doch irgendwie.
Ende September dann wieder ein Umzug. Diesmal in die Nähe meiner Heimatstadt Soest. Endlich eine richtige komplette, sehr schöne Wohnung nur für mich!

Oktober

Internationales Klientel- internationale Küche. Neue Herausforderungen an die Schätz- Künste was KH angeht.

1. Arbeitstag im neuen Job. Wenn ich die Probezeit überstehe, hab ich das für die nächsten zwei Jahre sicher. So eine langfristige Planung gab es die letzten Jahre noch nie!
Es standen viele „Erwachsenen- Termine“ an. Bank, Versicherung, Strom, Internet, Telefon und Möbelkaufen. Zum Glück haben meine Eltern viel beim Umzug und Einzug geholfen.

November

So langsam fasse ich Fuß im neuen Job. Die Probezeit ist unbemerkt verstrichen. Geregelte Arbeitszeiten sind deutlich besser für den Blutzucker. Allerdings fahre ich hier auch kaum noch Rad, sondern viel Auto. Also leider gar kein Sport aktuell. Ist aber auch einfach immer schon dunkel wenn ich nach Hause komme!

Dezember


Adventszeit. Kekse backen in der eigenen Küche, gab sogar Kohlenhydratfreie Lebkuchen. Schmeckten aber wie Knäckebrot,  nur mit extra viel Schokoglasur ging es halbwegs 😀
Eine neue Diabetologin (ich hatte bislang nur männliche Ärzte..) und noch dazu trägt sie Kopftuch und redet unglaublich schnell und viel. Irgendwie eine ungewohnte Situation, aber sehr sympathisch. Das könnte was werden mit uns. HbA1c bei 7,2! Das hat mich wirklich überrascht. Und ich habe richtig viel Lob geerntet von meiner neuen Ärztin. Das geht runter wie Schokosoße 🙂

So, das war mein 2015. Es ist sooo viel passiert und es war schon ziemlich anstrengend. Aber was ich gelernt habe ist, dass ich was kann und leistungsfähig bin. Mit Diabetes.

In 2016 würde ich unglaublich gerne mal wieder einen Langzeitwert mit einer 6 vor dem Komma haben. 6,9 würde schon völlig reichen! Und wieder Sport machen. Könnte auch helfen, dass erste Ziel zu erreichen.

Ich wünsche euch allen einen guten Start in das neue Jahr und allzeit Insulin in der Nadel!

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.