CGM

Erste Erfahrungen mit dem Freestyle Libre

Heute wollte ich mal einen kurzen Überblick über meine bisherige Erfahrungen mit dem Freestyle Libre geben.
Ich trage momentan den fünften Sensor, zahlen tut meine Krankenkasse, die DAK.

Ich weiß, dass alle total hinterher sind, die Kosten für den Sensor von der Kasse erstattet zu bekommen. Bei mir ist das eine relativ undurchsichtige Testangelegenheit der DAK, warum man genau mich jetzt ausgewählt hat, keine Ahnung. Ich habe mich schon sehr gefreut als der Bescheid kam. aber noch nun knapp 10 Wochen mit dem Sensor muss ich sagen, ich bin nicht sonderlich beeindruckt.

Die zehn Wochen sind übrigens Netto. Dazwischen war ich 2 Wochen ohne Sensor, weil sich leider ein Adresswechsel als äußerst schwierig erwies. Ich bin eben leider zwischendurch mal umgezogen, direkt Meldung an die Krankenkasse und Abbott, damit alles richtig ankommt. Bei Abbott hieß es tatsächlich erst, das ginge nicht so einfach. Dann ist leider die nächste Bestellung doch erst an die alte Adresse gegangen. Und wurde dann an die Adresse meiner Eltern geschickt! War mir dann ja auch fast egal, Hauptsache überhaupt mal angekommen.

Klar ist es super, mal eben schnell scannen zu können anstelle von dem ständigen stechen. Andererseits war das für mich immer das geringste Problem. Meine Finger hatte zwar bisschen Hornhaut, aber damit lebe ich ja nun auch einfach seit mehr als 20 Jahren.

Meine Haut an den Setzstellen verträgt den Kleber bislang zum Glück sehr gut. Allerdings ist das etwas, was ich wirklich kritisch sehe. Einige Leute bekommen da nach langer Tragedauer fiese fiese Allergien von, dass lässt mich ehrlich gesagt schon an der Zusammensetzung des Klebers zweifeln.
Funktionieren tut das ganze ansonsten recht ordentlich. Ich sichere den Sensor meistens mit Kinesiotape, da er sonst leider schon nach wenigen Tagen abfallen würde. 14 Tage Tragezeit ohne Fixierung (das wird übrigens von der Abbott Hotline mittlerweile extra abgeraten!)? Im Leben nicht. Aber klar, einen Kleber mit so einer Haftkraft, der dann auch noch Haut verträglich sein soll? So etwas kann ja eigentlich nicht gehen.

Leider zeigt mein Lesegerät mittlerweile erste Ermüdungserscheinungen. Der Knopf zum scannen reagiert zunehmend träger, vermutlich muss ich das Gerät bald reklamieren.

Apropos Reklamation: Zwei Sensoren habe ich bislang umtauschen müssen.
Der erste, weil leider trotz Fixierung der Sensor vier Tage vor Ablaufdatum abgefallen ist. Hierbei war die Reklamation relativ unkompliziert.
Der zweite Sensor jedoch hat mich auf die Palme getrieben. Wieder vier Tage vor Ablaufdatum stimmten die Werte nicht mehr. Sensor zeigt 60mg/dl an, Blutzuckermessgerät (und Körper!) sagen deutlich: 320mg/dl! Kleiner Unterschied…. Und das den ganzen Tag über immer mal wieder. Wenn meine Werte im 200er Bereich lagen, zeigt das Libre nur noch „LO“ an. Super. Also durch die Abbott- Hotline gequält. Der Mitarbeiter sagt sinngemäß: „Kein Ding, dann messen sie jetzt die nächsten 2 Stunden immer 15 Minuten zeitversetzt mit beiden Geräten und melden sich dann.“ Okay, getan. Leider ist die Hotline aber nur bis 18 Uhr zu erreichen-.- Mist. Okay, also die Nacht über mit den Altbeständen an Teststreifen gemessen, der Sensor darf nämlich noch nicht entfernt werden und damit auch kein neuer gesetzt werden.
Morgens Hotline angerufen. Andere Mitarbeiterin. Abweichungen von manchmal mehr als 200mg/dl vorgetragen. Sie tippt das in Ihren Toleranzrechner ein und sagt: „Sorry, keine Reklamation.“ WHAT?
Grund der Ablehnung war: Ich habe nicht das integrierte Messgerät genutzt, sondern mein Contour. Weil ich noch NIE Freestyle Messgeräte benutzt habe und demnach auch keine Messstreifen habe.
Sie schickt mir also ne 10er Packung zu. Ich habe aber mal angemerkt, dass der Sensor bis zum Lieferzeitpunkt ja vermutlich abgelaufen sein würde (Post und so…). Tja, dann wäre eine Reklamation eben nicht möglich.
Mir tat die arme echt leid, sie macht die Regeln ja nicht aber das Ganze war sowas von ärgerlich für mich und eine so dämliche, kundenunfreundliche Regelung! Ich hab mich richtig aufgeregt. Und sowas passiert mir sonst nie! Aber schließlich zahlt die Kasse ja nur eine bestimmte Anzahl Sensoren pro Quartal, wenn die alle die versprochenen 2 Wochen nicht durchhalten, stehe ich am Ende ganz ohne da!
Also weiterhin mit einem nicht funktionierenden Sensor am Arm. Am späten Nachmittag dann hatte der Sensor sich bei einem gemütlichen „Dauer- LO“ eingependelt. Wieder die Hotline angerufen. Ich hab echt ne Weile diskutieren müssen aber schlussendlich wurde die Reklamation dann anerkannt. Und ich konnte endlich meinen neuen Sensor setzen.

Der läuft auch bislang prima und hat noch 24 Stunden bis zum Ablaufdatum. Läuft also wirklich opt auch richtig gut. Die Werte sind meistens nah an den „blutigen“ Messwerten und die Schwankungen werden auch zeitnah angezeigt.
Was mir aber gar nicht gepasst hat, war die Tatsache, dass ich an der Hotline echt das Gefühl hatte, dass man der Meinung war, ich würde nur einen neuen Sensor „erschummeln“ wollen. Dabei zahle ich die Dinger ja nicht mal selbst! Kann mir also relativ egal sein! Aber wenn ich ein Produkt auf den Markt bringe, klare Versprechen mache was das Produkt kann, dann muss ich diese Versprechen auch erfüllen! Und wenn mal was nicht klappt, dann erwarte ich eine kundenorientierte Reklamation, unkompliziert und schnell. Meine Erfahrungen gehen da leider momentan in eine andere Richtung.

Ich bin ehrlich gesagt enttäuscht, dass man es mit einem so großen Unternehmen und so vielen Verkauften Geräten nicht schafft, eine vernünftige Hotline aufzubauen. Schließlich kaufe ich da keine Haarspangen, sondern ein Medizinisches Gerät! Bei meiner Pumpe zB schätze ich nichts mehr als kompetente Hilfe am Telefon, wenn ich wirklich mal keinen Rat mehr weiß. Ich hab da in 14 Jahren Insulinpumpe 4 mal anrufen müssen, und immer war sofort jemand in der Leitung, Nachts wurde ich zurückgerufen wenn es ein „Notfall“ war. Selbst wenn ich sowas eigentlich nicht brauche, gibt mir das ein gutes Gefühl. Daran müsst ihr bitte noch arbeiten Abbott!

Klingt jetzt alles sehr negativ, soll es eigentlich gar nicht. Ich nutze es wirklich gerne, einfach weil es so bequem ist. Allerdings vollbringt es auch keine Wunder, ich glaube zB nicht, dass mein Hba1c sich seitdem gebessert hat. Therapie muss man nunmal immer noch selber machen und leider tue ich da aktuell wieder deutlich zu wenig. Wieder mal sind andere Dinge wie eine neue Wohnung und ein neuer Job irgendwie wichtiger.

14 Kommentare

  • Coachmark

    Habe heute auf einem Diabetes-Kongress einen sehr positiven Vortrag gehört und wollte mich jetzt einmal über im Internet auffindbare nErfahrungen informieren. Dafür ist Ihr realisitischer und präziser Bericht hilfreich. Danke!

  • Anonym

    Habe jetzt den 4. Sensor von Abbott. Ich empfinde die Messgenauigkeit als katastrophal. Erstmal braucht der Sensor mindestens 2-3 Tage um sich einigermassen einzupendeln. Und dann wäre ich ohne Teststreifen völlig aufgeschmissen, denn die Werte von dem Sensor sind meist deutlich niedriger. Gott sei Dank kann ich eine Unterzuckerung noch spüren und weiß wann ich im Blut testen muß. Ich habe viele Probleme mit der Firma Abbott gehabt, die ihren Service, was die Sensoren anbelangt nicht im Griff haben. Wegen eines Fehlers eines Mitarbeiters habe ich 7 Wochen auf meine Sensoren gewartet, weil die Firma nicht in der Lage war ein Problem mit meinem Rezept zu lösen und zum Schluß haben sie mir die Sensoren an die falsche Adresse geliefert obwohl ich es telefonisch mit einem Mitarbeiter besprochen hatte. Man könnte meinen Abbott steckt gerade erst in den Kinderschuhen. Ich werde meine Sensoren noch aufbrauchen und mich dann entscheiden wie es weitergeht, denn die Teststreifen zum Nachtesten muß ich ja selber bezahlen.

  • Anonym

    Auch ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Ich gehöre zu der Gruppe Typ 2 Diabetiker, die leider nicht in den Genuss kommen, das Lesegerät sowie die Sensoren per Rezept zu erhalten. Also habe ich mich entschlossen, mir das Starterset und die Sensoren selbst zu leisten. Das hieß für mich, 170 Euro Erstanschaffungskosten sowie monatlich 120 Euro für die Sensoren, in der Hoffnung, mir mein tägliches Leben mit Diabetes zu erleichtern. Nach 2 Monaten, mehrfachen Telefonaten mit der Hotline und E-Mail Kontakten habe ich mich entschlossen, das Libre nicht mehr zu nutzen. So einfach wie die Handhabung ist, so ungenau sind die Werte. Ich spreche hier von dauerhaften Abweichungen von 1,4 bis 3mmol/L. Und das bei allen Sensoren. Alle Blutzuckerwerte waren zu hoch. Da ich meine Insulindosis vor den eingenommenen Mahlzeiten und dem Blutzuckergehalt berechne, ließen die Unterzuckerungen nicht lange auf sich warten. Beim Berechnen des Essinsulins habe ich dann letztlich immer 2mmol/L von meinem gemessenen Blutzucker abgezogen, um eine annähernde Genauigkeit zu erreichen. Und das ist ja wohl nicht Sinn und Zweck. Noch mehr erschüttert hat mich die Aussage der Hotline-Mitarbeiterin, eine Abweichung von 30% wäre noch in der Norm. Bei meinen anderen durchgegebenen Werten waren die Abweichungen noch größer. Aber kein Handlungsbedarf – und Messgerät wird natürlich nicht ausgetauscht. Schon beim Durchgeben der neuen Vergleichswerte sagte die Mitarbeiterin: "Man dass sind aber schon sehr sichtbare Abweichungen!" Hallo? Mein Blutzuckermessberät wird schon bei einer Ungenauigkeit von 12% ausgetauscht. Was nützt mir das beste und einfachste Blutzucker-Messsystem, wenn es nicht funktioniert. Für mich leider eine nicht brauchbare Anschaffung. Jetzt messe ich wie immer mit meinem normalen Messgerät und kann mich auf die Werte verlassen, was mir mein ziemlich kontinuierlicher Blutzuckerspiegel beweist. LG

  • Herbert Gmelch

    Hallo zusammen, war vom 23. bis 26. Mai 2016 bei einem Fußballcamp beim 1. FC Nürnberg mit 17 jugendlichen Typ I Diabetikern als ein Betreuer unterwegs. Ich selbst bin seit 36 Jahren Typ I Diabetiker und therapiere mit der ICT Methode und dem CGM Messsystem Dexcom G4. Unter den 17 Jugendlichen von 7 bis 14 Jahren waren sehr viele Pumpenträger aber auch ICT 'ler. Unsere Jugendlichen nahmen unter insgesamt 76 Teilnehmern an dem Fußball Camp teil. Bereits am erstern Tag verpassten wir jedem Kind, aber auch mir, einen FreeStyle Libre Sensor und natürlich das entsprechende Display. Leider stimmten bei mir alle außerhalb des eingegebenen Normbereich, 100 bis 160 mg/dl, die Messwerte absolut nicht. In der Regel lagen sie zwischen und 100 und 200 mg/dl höher als der eigentliche BZ-Wert. Bei sehr vielen Kindern war dies ebenfalls in unregelmäßigen Abständen auch der Fall.
    Wir wollten aber FreeStyle Libre als Dokumentation verwenden.
    Direkt in FreeStyle Libre konnten nur sehr wenige Jugendliche den BZ messen, denn uns fehlten die Teststreifen Für FreeStyle Libre.
    Desweiteren konnte ich in FreeStyle Libre die Insulineinheiten nur in 0,5 Schritten eingeben. Für alle Pumpenträger war dies absolut untragbar.

    Unregelmäßigkeiten in Form von Text zu meinen eingebenen Werten eintragen, ist ebenfalls nicht möglich.

    Aus diesem Grunde bin ich zu der Überzeugung gelangt, für Kinder, aber auch für mich, ist es unmöglich FreeStyle Libre anzuwenden.

    Ich vertraue weiterhin meinen BZ-Messungen und meiner CGM Anwendung Dexcom G4.

    Herbert Gmelch

  • Claudia Belz-Lissner

    Hallo, meine Lieben,
    das ist ja mal sehr interessant zu lesen..ich bin Typ I, seit ca. 17 Jahren zuckerkrank..63 Jahre..
    habe eine sehr nette Diabetologin, die mir von dem Freestyle libre erzählt und es mir wärmstens ans Herz gelegt hat.Nun gut, ich bin Neuem immer zugetan, und so wollte ich es auf jeden Fall probieren.
    Nicht, dass ich wirklich so große Probleme mit dem "normalen" Testen hätte..und auch meine Finger sind dank häufigem Wechsel der Stichstellen und vorsichtigem Vorgehen einschließlich Hautpflege eigentlich ganz okay..
    So, am Montag sollte mir dann in der Praxis der Sensor gesetzt werden.Erster Versuch: das Ding ging nicht rein bzw. blieb nicht haften.Die Assistentin wurde nervös und rief eine zweite:dasselbe Drama, trotz gutem Abrubbeln mit Alkohol,der Sensor haftete nicht.
    Die beiden Damen waren jetzt schon sehr nervös und haben bei Abbott angerufen:Man konnte ihnen nicht wirklich helfen,außer dem Rat,die Hautstelle vorher zu rasieren(???!!!Ausgerechnet da habe ich nun wirklich so gut wie garkeine Haare!).
    Gut, der dritte Versuch: das Ding blieb hängen.Die Assistentin hat mir vorsorglich noch so einen doppelten Tape draufgemacht.
    Zuhause angelangt, nach 60 min war das Gerät aktiviert, ich war begeistert..Werte (die ich natürlich nochmal mit dem klassischen Gerät gemessen habe) stimmten weitgehend überein.
    Nachmittags haben mein Mann und ich einen anstrengenden Spaziergang unternommen, und da war ich wirklich froh,dieses Gerät zu haben und mich nicht auf mein Gefühl wegen Unterzuckerung zu verlassen.
    Ich habe also relativ häufig gescannt,nachts hatte ich es allerdings vergessen.
    Am nächsten Tag auch alles wieder gut, keine großen Abweichungen zwischen den verschiedenen Messwerten (Blut und Gewebeflüssigkeit).
    Nachmittags habe ich geduscht, ich war wirklich vorsichtig, nicht an den Sensor zu kommen.
    Etwa eine Stunde später habe ich gescannt..LO??Ich fühlte mich eigentlich nicht unterzuckert..also mit dem "normalen" Gerät gemessen..Wert war 235..
    Ich habe es mir extern aufgeschrieben (mit diesen Notizen kam ich noch nicht so zurecht) und nach einer Stunde nochmal gescannt..wieder LO.
    Das ging dann noch dreimal so, ich dachte schon, vielleicht bekommt das Duschen dem Gerät doch nicht so.
    Also habe ich gewartet bis 22 Uhr, da messe ich sowieso jeden Tag zum letzten Mal..diesmal zeigte mir das Gerät an:Sensor abgelaufen!
    Ich muss gestehen, wutentbrannt habe ich den Sensor entfernt..kann ja wohl nicht sein, dass so etwas kostspieliges schon nach knapp zwei Tagen den Geist aufgibt.
    Bin privat versichert, und weiß jetzt auch noch garnicht, ob ich das erstattet bekomme, Sensor und Gerät habe ich in der Praxis nur geliehen für den ersten Versuch.
    Ums kurz zu machen:Erst war ich sehr begeistert von der Idee,jederzeit mal kurz ohne Umstände nach meinem Blutzucker schauen zu können,nach dieser Erfahrung bin ich aber schon wieder ziemlich ernüchtert.
    Kann das sein, dass wir Diabetiker von einer Firma als Versuchskaninchen für ein noch nicht wirklich ausgereiftes Gerät genutzt werden?
    Habe in knapp 14 Tagen den nächsten Termin in der Praxis, natürlich auch gleich angerufen wegen der Pleite.Angeblich funktioniert es bei weiteren 7 Patienten einwandfrei.
    Ich bin mir aber nicht wirklich sicher, ob ich das dauerhaft mitmachen will,einen Versuch werde ich wohl nochmal machen.
    Noch ein letztes,an die weiblichen Patienten gerichtet:
    Ich hasse ja eigentlich Dinge, die so sichtbar an mir hängen..habe gestern ein schönes neues Kleid anprobiert, das ich demnächst tragen will und muss sagen, auch wenn man es von vorne nicht sieht, wenn man sich bewegt,es sieht schon etwas blöd aus, wenn man etwas ärmelloses anhat..
    LG
    Claudia

    • Sandrine Blue

      Hallo Claudia
      Ja, das mit dem "sichbar" stimmt natürlich. Ich werde sehr häufig auf den Sensor angesprochen. Aber meine Pumpe sieht man auch, nur halten die meisten das einfach für ein Handy 😉 Mich stört e nicht besonders, ich trage ihn auch jetzt bei warmem Wetter am Oberarm. Die Leute starren halt, aber mich kümmert es nicht 🙂
      Lg, Sandra

  • Claudia Belz-Lissner

    Hallo, meine Lieben,
    ich bin Typ 1, seit ca. 17 Jahren,und meine Diabetologin hatte mich auch sehr neugierig auf dieses System gemacht..
    Nun gut, am Montag war es soweit:Ich bekam in der Praxis den Sensor gesetzt. Wie beschrieben dauerte es 60 min, dann funktionierte das Ganze.Ich finde das Prinzip ja wirklich toll, nicht, dass ich so genervt vom klassischen Piksen wäre, aber die Vorstellung, einen genaueren Verlauf der Blutzuckerwerte zu bekommen, und auch unterwegs mal ohne großes Trallala zu messen, fand ich schon toll.
    Probleme gabs allerdings schon in der Praxis beim Anlegen des Sensors,zwei blieben bei mir überhaupt nicht haften, die Assistentinnen meiner Diabetologin waren schon ganz nervös.
    Eine hat dann den Kundenservice von Abbott angerufen, die allerdings auch keinen Rat wussten, außer, meine Haut doch mal zu rasieren..ziemlich blöde, wo gerade an dieser Stelle des Oberarms ja nun wirklich so gut wie keine Haare zu finden sind..
    Nun gut,das Ganze funktionierte bis Dienstag nachmittag..
    Ich hatte geduscht, etwa eine Stunde später habe ich gescannt und bekam die Meldung LO..?
    Ich fühlte mich garnicht unterzuckert und habe klassisch gemessen:der Wert war 235!
    Also das Ganze mehrmals wiederholt, jedes Mal die Meldung LO..
    Gegen 22 Uhr abends, wenn ich sowieso immer nochmal messe vorm Schlafengehen, meldete mir das Ablesegerät dann, der Sensor sei abgelaufen..
    Am nächsten Tag habe ich in der Praxis angerufen, und das Problem geschildert.insgesamt gibt es außer mir wohl 7 Patienten, von denen keiner bislang Probleme hatte..
    Nun gut, nach dem, was Herr Gmelch oben schreibt, ist das wohl so selbstverständlich nicht.
    Ich fühle mich irgendwie wie ein Versuchskaninchen von Abbott..so ganz ausgereift scheint das Produkt ja nicht zu sein.
    Meine anfängliche Begeisterung ist also großer Skepsis gewichen..
    Ich werde wohl nochmal einen Versuch starten..aber angesichts der Tatsache, dass das Ganze ja auch ziemlich kostspielig ist, farge ich mich wirklich, ob ich mir das auf Dauer antun will.Ich bin privat versichert, habe aber noch nicht nachgefragt, ob meine Versicherung das bezahlen würde.
    LG
    C.Belz-Lissner

  • Django

    Jeder muß das teil so lieben wie es ist. Ich bin über 20 Jahre Typ 1 Diabetiker. Das Messgerät von abbott ist der letzte Müll. Es Mist total falsch nach 4 Monaten habe ich mich entschieden das nicht mehr zu benutzen. Das callcenter bei abbott kann man auch vergessen. Umkompetent. Das Kartellamt hat abbott auch schon im Visier weil es die Sensoren nicht in der Apotheke gibt. Und abbott gehört zu einem hatchfong da wo nur Geld zählt und Umsatz.

  • Ralf Rieger

    Hallo in die Runde.
    Leider kann ich über den sogenannten Kundendienst nicht positives Berichten. Die Damen und Herren der Firma Abbott sind so geschult alles abzuwiegeln und haben keinerlei Kulanzempfinden gegenüber den Kunden. In einer Woche hatte ich dreimal! dass Problem das der Sensor abfiel, es wurde so gedreht das die Schuld allein bei mir war. Und man rat mir dies doch selbst zu bezahlen und besser auf zu passen.
    Der Sensor selbst ist zuverlässig und die Kapillarblutmessungswerte sind konform.
    Ich, für meine Fälle, werde bei nächster Gelegenheit, denn die Konkurrenz schläft nicht, den Anbieter wechseln. Die Krankenkasse wurde über die Machenschaften bereits informiert.
    Übrigens schriftliche, sachliche Kritik (Email / Briefpost) wird von der Firma Abbott ignoriert.
    Danke für den Austausch.
    Bleibt gesund und munter!

    Liebe Grüße
    R.Rieger

    • Anonym

      Hallo, wir sind ebenfalls unzufrieden mit sem Kundenservice. Für das neue Gerät samt Sensoren haben wir 95€ hingeblättert, aber nur 65€ sind angekommen. Trotz mehrmaligen Anrufen und beweisen, dass wir das Geld auf deren Konto überwiesen haben, streiten sie alles ab und schicken weitere Mahnungen.
      Mit sem Gerät sind wir zufrieden und es läuft. Das ist jetzt das einzige Problem, was wir haben und wollen nun zum Anwalt.

  • Anonym

    Ich bin nu seit mehr als 20 jahren Typ 1- Diabetiker und habe schon so manche Dinge mitgemacht und ausprobiert um meinen Blutzuckerverlauf zu verbessern und zu stabilisieren und es mir im Alltag leichter zu machen. Da es mit einem kleinen Kind immer sehr aufregend ist und man immer irgendwie beschäftigt ist, war ich gant froh und dankbar, dass dieses Messystem entwickelt wurde.

    Nach einigem Hin und Her mit der Bestellung des Systems habe ich mir den 1. Sensor gesetzt. Der hat erstmal überhaupt nicht gehalten. Bei dem 2. Sensor klappte es ohne Probleme und er sitzt auch nach 4 Tagen und Duscherei immer noch sehr gut.

    Was mir allerdings Sorgen bereitet, ist das die Werte zwischen dem Sensor und meinem herkömmlichen Messystem extrem unterscheidlich sind, es schwankt meist bis zu 2 mmol!!!! Also habe ich mich entschieden, parallel noch mit meinem alten Messsystem zu messen und den Verlauf zu beobachten.

    Sollte sich dieser Verauf so weiterziehen, dann überlege ich mir ob ich dieses System überhaupt weiternutze. Denn so wirklich vertrauen kann ich dem System noch nicht.

  • Anonym

    Ich bin seit 6 Jahren Typ 1 Diabetiker und therapiere mit der ICT Methode. Das Freestyle Libre System nutze ich nun seit ca. 1 Jahr. Im Großen und Ganzen bin ich damit zufrieden, da es die Tendenz des Blutzuckerverlaufs gut aufzeigt. Die Messgenauigkeit vor allem beim Sport ist aber nicht wirklich überzeugend.

    Man bekommt durch die Messkurven einfach viel mehr Informationen als durch die Blutzuckermessung am Finger. Es hilft mir vor allem bei der Dosierung des Basalinsulins, weil man genau sieht wie die Entwicklung des Blutzuckers über Nacht verläuft.Außerdem bin ich vom Dawn Phänomen betroffen. Auch hier zeigt einem das Freestyle Libre die Veränderung der Blutzuckerwerte sehr gut auf. Dadurch habe ich erfahren, wann genau und in welchem Ausmaß der Blutzucker bei mir morgens ansteigt und ich kann jetzt gut gegensteuern.

    Allerdings bin ich mit der Messgenauigkeit nicht immer zufrieden.

    Das Gerät eignet sich aus meiner Sicht gut, um die Tendenz des Blutzuckers aufzuzeigen. Auch,wenn sich die Blutzuckerwerte nicht groß ändern,z.B. über Nacht ist die Genauigkeit zufriedenstellend.

    Ändern sich die Werte allerdings schnell, z.B. nach dem Essen oder vor allem auch beim Sport ist die Genauigkeit allerdings sehr schlecht. Hier weichen die Messungen zwischen dem Freestyle Libre und meinem normalen Blutzuckermessgerät (Contour next) teilweise extrem ab (regelmäßig Abweichungen von 100 mg/dl und mehr, teilweise auch Abweichungen von über 200 mg/dl). Das ist natürlich nicht mehr akzeptabel. Daher beobachte ich beim Sport die Tendenz, die mir das Freestyle Libre aufzeigt, messe aber auch regelmäßig mit meinem Contour next gegen. Vor allem wenn die Tendenz des Freestyle Libre stark nach oben/unten geht. Das funktioniert für mich dann ganz gut.

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