CGM

Diabetes auf Reisen

Disclaimer: Dieser Artikel erhält Werbung. Meine Reise- sowie Hotelkosten wurden von der Firma Senseonics übernommen. Ich bin zu keinem Posting verpflichtet.

Okay, zugegeben: Ich bin ein Reisemuffel. Ich fahre am liebsten mit dem Auto, Flugzeuge waren mir bislang immer zu eng, der Druckausgleich tat meinen Ohren nicht gut und überhaupt bin ich eher gerne in bekannten Gefilden unterwegs.

Aber schließlich finden Abenteuer meistens nur außerhalb der Komfortzone statt und diesmal bot sich mir eine Chance, die selbst mich den Koffer packen lies.

Kurz vor Ostern erhielt ich eine Mail, mit einer Einladung der Firma Senseonics. Diese stellt den Eversense her und hat ihren Firmensitz in North Bethesda, USA.

Grob gesagt ging es um eine Veranstaltung mit Nutzern des Eversense, welche darüber auch öffentlich berichten. Gleichzeitig bot der Reisezeitraum für mich die Möglichkeit, noch 2 Tage Washington DC anzuschauen und zum ersten Mal überhaupt Europa zu verlassen.

Für mich begannen ab da zwei stressige Wochen, mehr Zeit war nämlich nicht mehr und tatsächlich besaß ich zu diesem Zeitpunkt nicht einmal einen Reisepass. Lässt sich zum Glück alles regeln, auch wenn das ärztliche Attest erst in allerletzter Minute bei mir ankam.

Meine Eindrücke von unterwegs habt ihr auf meinem InstgramAccount verfolgen können, ich wollte jetzt gerne einmal alle Tipps zusammenfassen, die mir bei der Vorbereitung und der Reise selbst sehr geholfen haben.

Los gehts!
  1. Alles nicht so schlimm

Vielleicht mehr ein Tipp für Reisemuffel wie mich: Im Vorfeld macht man sich immer viel zu viele Sorgen und Gedanken als notwendig gewesen wären. Das wichtigste also zuerst: Mach dir Gedanken zu allem, stell dir das schlimmste Szenario vor und schlafe schlecht. Es wird trotzdem gutgehen.

2. Genug Diabetes- Kram einpacken, aber mit Verstand

Liest man immer wieder, immer mindestend doppelte/ dreifache/ zehnfache Menge an Verbrauchsmitteln einpacken, als man zuhause benötigt. Als ich am Ende versucht habe, 40 Katheter in das Handgepäck zu quetschen (wohlgemerkt für eine Reise von 6 Tagen!!!) habe ich doch etwas an meiner Kalkulation gezweifelt. Ich wechsle zuhause meine Lanzette alle paar Wochen, warum sollte ich jetzt 2 Packungen davon mitnehmen?

Überlegt dir, was du zum Überleben dringend brauchst. Insulin und Spritzen. Pack davon genug ein. Den Rest füllst du mit einer großzügigen aber sinnvollen Menge an den restlichen Verbrauchsmaterialien auf. Alles was du dringend und auf jeden Fall brauchst, kommt ins Handgepäck! Insulin sowieso, da es im Frachtraum schnell sehr kalt werden kann! Pack 2 der 3 Pakete Ketonteststreifen wieder aus, die würdest du zuhause doch auch nicht in einem Jahr aufbrauchen.

Ich glaube ich habe 2 Katheterwechsel gemacht und insgesamt sonst nur ganz wenig Material verbraucht (außer Hypohelfer, da ich ständig niedrig war).

3. Reiseattest

Kümmere dir frühzeitig um ein Attest deines Diabetologen. Je nach Reiseland in Englisch und/ oder Landessprache wenn möglich. Nimm dieses Attest mit zum Flughafen und lass es nicht zuhause liegen!

4. Mach dir keine Panik vor der Sicherheitskontrolle

Im Ernst, ich hatte richtig Schiss. In meinem Kopf liefen richtige Horrorszenarien ab. Am Ende gilt: Pack dein Handgepäck sinnvoll. Überleg dir, was du rauslegen musst bei der Kontrolle, informiere dich, ob dein CGM und deine Pumpe durch den Scanner dürfen, zeige dem Beamten das Attest und erkläre, dass du Diabetes hast. Bei mir hat nie jemand den Wisch lesen wollen. Meine Pumpe musste jedes mal zum Sprengstofftest, dies dauert nur wenige Sekunden und wenn du nichts blödes veranstaltet hast, sollte der ja auch negativ sein. Lass dich nicht stressen, dass vor und hinter dir Leute in der Schlange stehen. Der Typ mit den 3 iPads und 5 Gürteln braucht mit Sicherheit genauso lange.

Bei mir lief es folgendermaßen: Ich habe sowohl Pumpe wie auch den Eversense dran gelassen. In Düsseldorf und in Dulles musste ich durch diese drehenden Ganzkörperscanner und beide Geräte haben alles ohne Probleme überstanden.

5. (Okay, kein Diabetesbezug) Investiere in Gadgets.

Mir haben meine Kopfhörer mit NoiseCancelling im Flugzeug gefühlt das Leben gerettet. Denn ja, auch auf einem 8 Stunden Flug gibt es Leute, die sich nonstop unterhalten. Und zwar laut.

Außerdem liebe ich mein neues Nackenkissen. Auch wenn ich nicht verstehe, weshalb manche Leute es schon bei Ankunft am Flughafen tragen.

Gegen meine schlimmen Ohrenschmerzen hilft mir mit absoluter Sicherheit ein Nasenspray aus der Apotheke. Frei verkäuflich und für knapp 3€ fliege ich seitdem deutlich entspannter. Kauf ein neues, wenn es länger als auf der Verpackung angegeben angebrochen ist.

6. Nimm Hypohelfer mit

…aber lass dich vor Ort auch inspirieren, was man neues testen könnte. Vielleicht gibts was leckeres als den Deutschen Traubenzucker?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.