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Arbeitsame Zeiten

Puh, leider bin ich mir jetzt nicht einmal sicher, ob ich dass hier schon berichtet habe, aber: Ich arbeite seit knapp 2 Wochen Vollzeit als Sozialarbeiterin in einer Notaufnahmestelle für Flüchtlinge. Ganz spontan und sehr kurzfristig kam das ganze zustande und seitdem bin ich zeitlich wirklich eingebunden. Vor allem die ersten Tage seit Eröffnung der Einrichtung habe ich oft mehr als die normale Arbeitszeit geleistet, weil einfach so unglaublich viel zu tun war.
Ganz nebenbei musste ich ja letztes Wochenende noch aus meinem Wohnheim ausziehen, sodass auch ein Umzug noch gewuppt werden wollte.
Seit Montag wohne ich also wieder bei meinen Eltern, pendele aber jeden Tag mit dem Auto (jawohl! MEIN Auto :D) nach Münster zur Arbeit. Jede Fahrt knapp 90 Minuten.

Aber tatsächlich macht mir die Arbeit unglaublich viel Spaß! Allerdings komme ich seitdem mit meinen Werten nicht so richtig auf einen grünen Zweig. Die ersten Tage waren besonders schlimm, immer wieder auch Werte über 400 dabei, meine Basalrate ist aber tatsächlich noch darauf eingestellt, dass ich bis Mittags im Bett liege und schlafe-.-
Das muss ich jetzt ändern, zudem brauche ich für mein Frühstück einen höheren KE- Faktor. Gleichzeitig möchte ich natürlich gerade beim Autofahren keine Hypo riskieren. Da besteht also noch ordentlich Handlungsbedarf.

Ein weiteres Problem ist, dass ich besonders die ersten Tage über den Tag fast gar keinen Blutzucker gemessen habe, einfach weil ich vor lauter Arbeit nicht daran gedacht habe bzw. dann wieder andere Dinge irgendwie „wichtiger“ waren. Das habe ich in der letzten Woche einigermaßen in den Griff bekommen, woran ich noch arbeite ist, nach dem Essen (welches eher unregelmäßig stattfindet) nicht den Bolus zu vergessen! Erst heute habe ich leider die 4 Stück Pizza „einfach mal so“ gegessen und habe zwei Stunden später natürlich gemerkt, dass ich einen unglaublich trockenen Mund bekomme. Meist ein sicheres Zeichen für ziemlich hohe Werte. Diesmal war das auch definitiv so, manchmal jedoch täuscht mein Empfinden mich in dieser Sache und der trockene Mund liegt schlicht und ergreifend daran, dass ich zu wenig getrunken habe bzw. einfach auch die ganze Zeit viel Sprechen muss.

Woran ich jetzt auch immer denken sollte, ist, dass ich immer „Ersatzmaterial“ dabeihabe. Wenn ich in Münster feststelle, dass mein Katheter hinüber ist, kann ich nur hoffen, dass meine Diabetologische Praxis offen hat und mir aushilft.
Um das gar nicht erst ausprobieren zu müssen, habe ich ein extra Täschchen, was ich bislang auch jeden Morgen überprüfe. Aber Fehler passieren ja meist erst, wenn sich Routine einstellt.

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