CGM

Roadtrip mit Diabetes

Teil 1 – Vorgeschichte und Vorbereitungen

Disclaimer: ich wurde von der Firma Roche zum Firmenevent im Rahmen des EASD eingeladen. Roche kam für meine Reisekosten zum Event sowie die Unterbringung im Hotel und den Zutritt zum Kongress auf. Ich bin zu keinem Posting etc verpflichtet, kann meine freie Meinung zu Produkten und Co äußern. Den Rest meiner Reise habe ich ausschließlich selbst finanziert, dies war nicht Bestandteil der Einladung von Roche.

Seit wann genau ich davon träume, mit einem Bulli durch die Gegend zu fahren und einfach dort zu übernachten, wo es mir gefällt, kann ich gar nicht sagen. Aber wie es mit so vielen Träumen ist: Sie bleiben wage und unscharf, Dinge wie Arbeit, Alltag und Geld stehen uns im Weg. Im Sommer 2019 kamen für mich ein paar Punkte zusammen, welche dafür gesorgt haben, dass ich mich ziemlich spontan doch dafür entschieden habe, dass ich genug geträumt habe und es Zeit wird, das ganze Unterfangen Realität werden zu lassen.

Seit Juli 2019 besitze ich jetzt einen VW T4 Transporter, 19 Jahre alt und knapp 450.000 km auf dem Buckel. Er hat Rost, er hat keine Zweitbatterie aber er fährt.

Dann landete kurz darauf eine Einladung von Roche in meinem Postfach. Mitte September fand der EASD (Eurepean Association for the study of Diabetes, ein europäischer Diabeteskongress) in Barcelona statt. Über die Einladung habe ich mich sehr gefreut, noch viel mehr über die Option, dass ich meinen Jahresurlaub endlich nutzen konnte um die Tour mit meinem Bulli zu unternehmen.

Die Eckdaten standen schnell fest: Sonntags aus NRW los, den Sonntag darauf in Barcelona eintreffen, dort zwei Tage verbringen und am Dienstag wieder Richtung Heimat, den Dienstag darauf musste ich wieder im Büro sein.

Mehr an Planung gab es aber auch nicht. Ich hatte bis zur Abfahrt eigentlich keine Idee zur Strecke, wusste nur, es soll am Meer entlanggehen soweit möglich. Ich hatte auch keine konkrete Einschätzung, wie viele Kilometer ich am Tag schaffen könnte, mein Bulli ist halt auch keine Rennmaschine 😉

Was feststand: Ich liebe Autofahren, besonders wenn es lange Touren sind. Ich würde alleine unterwegs sein, ich würde im Bulli schlafen, wenn möglich wollte ich Campingplätze meiden und frei stehen.

Zum Thema Diabetes:

Kein Strom im Bulli heißt auch: Kein Kühlschrank. Mein Insulin steckte ich kurzerhand in eine kleine Thermosflasche, bei Bedarf würde ich sie mit Wasser auffüllen. Das Fazit vorweg: Hat super geklappt, würde ich jederzeit wieder so machen. Für diese 15 Tage hat das absolut ausgereicht und ich konnte keine Wirkänderung am Insulin bemerken.

Meine Diabetespraxis bot mir an, eines der Glucagon- Kits zu verschreiben, da ich dieses aber seit 23 Jahren nicht mehr besessen habe, da ich alleine wohne, habe ich das abgelehnt. Ich bin alleine unterwegs, wer sollte es mir verabreichen. Zudem fühle ich mich was Hypos angeht absolut sicher, selbst handeln zu können. Im Supermarkt habe ich mich natürlich mit jeder Menge Trinkpäckchen und Traubenzucker eingedeckt.

Leider meldete mein Eversense CGM zwei Tage vor Abfahrt, dass es in vier Tagen vorzeitig ausfallen würde (leider keine unbekannte Meldung für mich, die sehe ich öfters…), weshalb ich die Menge an Teststreifen im Gepäck erhöhte, ansonsten passten die Katheter und Co in eine Kulturtasche.

Mein Bulli hat immerhin einen Reiseschutzbrief, sollte er also in Südfrankreich beschließen, dass 450.000km doch genug für ein Autoleben sind, könnte ich zumindest einen Pannendienst rufen.

Mein Papa baute mir eine kleine Küchenzeile mit Stauraum, nachdem ich sie grasgrün angestrichen hatte wurde das Schränkchen im Bulli verschraubt und damit stand der Innenausbau. Schlafen würde ich wie bereits auf zwei kleinen Wochenendtouren auf einer Matratze auf der umgeklappten Rückbank.

So weit zur Vorbereitung und zur Planung, im nächsten Teil erzähle ich euch vom der Fahrt nach Barcelona, inklusive Strandfotos und Bergwelten.

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