Diabetes Blog Woche

Diabetes- Blog- Woche Freitag – schwarz und weiß

Geschichten, die das Leben schrieb

Was waren Deine besten, schönsten oder lustigsten Erlebnisse mit dem Diabetes und welche Deine schlimmsten, schaurigsten oder traurigsten.

Was waren meine besten und meine schlimmsten Erlebnisse mit meinem Diabetes? Hm, da muss ich mal überlegen….

Witzig war (im Nachhinein;) ) als ich mit Freunden beim Weltjugendtag 2005 in Köln war. Wir haben das Wochenende in Köln und Bonn verbracht, die Nacht auf den Sonntag auf dem Marienfeld verbracht, wo der Papst die Messe gefeiert hat (naja zugegeben wir haben das eher nur am Rande mitverfolgt und haben eher die gute Stimmung dort genossen;) ) und wollten am nächsten Morgen mit unserem ganzen Krempel den Ort des Geschehens wieder verlassen. Mit uns aber auch gefühlt 10000 andere junge Leute und Jugendliche. Aus diesem Grund war der nächste Bahnhof leider gesperrt und so sind wir noch weitere 3 Stunden zu Fuß. mit jeder Menge Gepäck über schlammige Felder gewandert. Leider ist mir unterwegs irgendwann der Traubenzucker und der Saft ausgegangen und zwei Querstraßen vor dem Bahnhof hab ich einfach schlapp gemacht. Ich war nicht bewusstlos oder so, aber eben seit Stunden total unterzuckert und einfach fertig. Meine Freunde haben dann ein Sanitäterteam organisiert, die haben mir (eklig!) ein Glas Wasser mit Glucosepulver angerührt was ich mitten auf der Straße trinken musste-.-
Immerhin haben sie mich dann auch mit in das Behandlungszelt genommen, dort konnte ich mich ausruhen und habe auf meine Gruppe gewartet, die mussten nämlich weiter laufen;)
Da man mich dann aber von Seiten der Sanitäter natürlich auch schnell wieder aus dem Zelt raus haben wollte, haben sie mich und meine Freunde danach bis zum Zug begleitet, vorbei an einer riesigen Menge an Menschen, die anstehen mussten um in den Bahnhof gelassen zu werden.
Wir haben dann den allerletzten Zug nach Hause bekommen, alle Leute nach uns musste die ganze Nacht und den nächsten Tag an diesem Bahnhof ausharren und dort übernachten weil die Züge einfach alle überfüllt waren! Glück muss man haben oder Diabetiker muss man sein;) Auch wenn es natürlich ein bisschen mieses Vorteil- raus- schlagen ist, aber bei den ganzen Nachteilen die man sonst hat….

Weltjugendtag 2005 in Köln – Leider besitze ich keine digitalen Fotos von damals 😀





Tolle Erlebnisse sind eigentlich auch immer dann, wenn ich andere Diabetiker treffe, die auch Interesse an einem Austausch haben! Zum Beispiel fand ich die beiden Camp D`s als absolut großartig (okay, der Noro- Virus hätte nicht unbedingt sein müssen) und es war jedes Mal eine super- tolle Erfahrung!

Was war nicht so toll? Naja, ich kann da jetzt eigentlich keine genaue Situation nennen, ich habe zum Glück in den letzten 18 1/2 Jahren keine einzige Hypo mit Bewusstlosigkeit gehabt oder wurde aufgrund des Diabetes irgendwo ausgeschlossen oder gemobbt oder so.
Das negative sind bei mir keine klar zu benennenden Erlebnisse sondern eher im allgemeinen die letzten Jahre, in denen ich mit meiner Erkrankung immer schlechter zurechtkam und es mich vor allem psychisch immer total fertig gemacht hat. Dieses Gefühl zu haben, dass sich eh nie was ändern wird und dass man ständig nur versagt und damit vor allem seine Gesundheit massiv aufs Spiel setzt, ist etwas, was ich wohl nie vergessen werde. Aber aus diesem Grund hoffe ich auch, dass es deshalb nie wieder so weit kommen wird und ich eine so tiefschwarze Phase im Bezug auf meinen Diabetes nicht nochmal durchmachen muss. 

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